Peter Pan

    Eine Orchestererzählung von Henrik Albrecht
    nach James Matthew Barrie
    für Orchester und 3 Sprecher
    Instrumentation: 2.2.2.2/4.2.3.1/Timp/2 Perc/Harfe/Celesta/Streicher

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  • Über den Inhalt:

    Fliegt mit nach Nimmerland! Wenn im Orchester die große Windmaschine gedreht wird, dann rauscht die Luft rings umher und Ihr seht die Insel mit ihren Bewohnern vor euch auftauchen. Wenn die Pauken dumpf erklingen sind die Indianer wieder auf dem Kriegspfad. Finstere Akkorde umhüllen Käpt'n Hook und sein Piratenschiff. Die Harfe schimmert im Orchester auf, wenn die Meernixen durchs Wasser gleiten. Ihr merkt: es geht hoch her und wird recht bunt in Nimmerland. Ähnlich wie Ihr mit Euren Malkästen, die Ihr in der Schule zum Kunstunterricht benutzt, konnte ich als Komponist, mit den Klängen des Orchesters ein Klangbild malen. So ein Orchester mit seinen vielen unterschiedlichen Instrumenten hat unheimlich viele "Klangfarben". So verwende ich zum Beispiel die dunkelsten Klangfarben des Orchesters, um Käpt'n Hook darzustellen (Stück Nummer 7). Er grollt mit den Posaunen, dem Kontrafagott und der Bassklarinette. Auch die Pauke lässt an dieser Stelle das Schicksal dunkel an die Türe klopfen.
    Eine Figur in dem Hörspiel spricht gar nicht mit Worten, sondern sie bedient sich der Sprache der Musik. Das ist die Figur der Tinkerbell. Für sie habe ich ein Instrument verwendet, das von den Komponisten immer dann eingesetzt wird, wenn es um Märchenhaftes – wie zum Beispiel Feen – geht: die Celesta. Das ist ein Instrument, das auf den ersten Blick wie ein Klavier aussieht. Drückt man aber einmal eine der Tasten nieder, so hört man einen hellen, ganz rein leuchtenden Ton, wie von einem Glockenspiel. Mit Filzhämmern werden hier kleine Metallplatten angeschlagen. Das klimpert und perlt dann sehr geheimnisvoll und zauberhaft, so als würde man gerade mit goldenem Feenstaub berieselt.
    Ihr könnt den Glanz der Celesta sehr gut an der Stelle hören (Stück Nummer 2), als Wendy in ihren Kleiderschrank blickt und dort ein ganz helles Licht sieht. Hier trillert die Celesta in ihrer höchsten Lage. Die tiefe Lage könnt Ihr direkt danach im Orchesterklang entdecken, als Wendy Herzklopfen bekommt. Und wenn Tinkerbell munter drauf los plaudert, so wird jedes ihrer Worte durch die Celesta ausgedrückt.
    Die Celesta ist im Orchester meistens der Gruppe der Schlagzeuge zugeordnet. Das sind die Instrumente, die für die ganz besonderen Klangfarben zuständig sind. So helfen noch andere Schlaginstrumente mit, um die Feensprache zum Klingen zu bringen, z. B. die Crotales. Das sind ganz kleine Glöckchen, die man entweder mit einen Schlägel anschlagen kann, was Ihr oft bei Tinkerbells Worten hören könnt. Oder aber man streicht eines der Glöckchen mit einem Bassbogen, den sich ein Schlagzeuger dann bei einem Kontrabasskollegen leihen muss. Dann entsteht ein ganz geheimnisvoller Klang, der wie aus einer anderen Welt zu kommen scheint. Ihr könnt das sehr gut an der Stelle hören, an der Tinkerbell Gift trinkt und nur noch ganz zart ihre Worte hauchen kann (Stück 15). Wenn Tinkerbell zu Peter fliegt, um ihn vor Hooks Gift zu retten, erklingt die Triangel – aber in einer ganz besonderen Art und Weise: Sie trillert. Dabei nimmt der Schlagzeuger die Triangel und bewegt den Schlägel ganz schnell in dem metallenen Dreieck hin und her.

    So nun wünsche ich Euch viel Spaß beim Hören! Und träumt Euch schön ins Nimmerland!

    Ach und noch etwas: Wendy hat ein extra Motiv in der Musik bekommen. Es wird zuerst von der Harfe gespielt (Stück 2). Achtet mal genau auf Wendys Motiv. Wie klingt es bei ihren Flugversuchen. Und wenn Ihr genau hinhört, dann könnt Ihr auch hören, wann Tinkerbell in ihrer Feensprache von Wendy spricht.

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Neuigkeiten

Nun ist es raus! Der neue Kinderhörbuchpreis Beo für die beste Musik in einem Kinderhörspiel geht an das Orchesterhörspiel "A Christmas Carol" aus meiner Feder. Ich bin überglücklich, dass auch auf diesem Weg die viele Arbeit, die in dieser Partitur steckt belohnt wird. Danke!

Wer nicht bei der Aufführung meines neuesten Orchesterhörspiels "20.000 Meilen unter dem Meer" dabei sein konnte, hier gibt es einen Film von der Aufführung im Theaterhaus Stuttgart zu sehen.
 

Kritikerstimme

"Albrechts Komposition ist sehr farbig und abwechslungsreich, durchaus auch populär, aber nie platt oder beliebig. Er versteht es, auch fein abgestimmte Stimmun- gen und Bilder im Hörer zu er- zeugen...Albrecht ist ein großer Hörspaß für die ganze Familie gelungen."

-Neue Presse zu "A Christmas Carol"

 

"Die NDR- Radiophilharmonie und Vassilis Christopoulos haben hörbar großen Spaß an Albrechts plastisch instrumentierter Partitur"

-Hannoversche Allgemeine zu
"A Christmas Carol"


 

“Dieser Zauber tauchte beispiels- weise in "Alice im Wunderland" auf: Henrik Albrechts frische Version fasziniert als Muster musikalischen und mündlichen Erzählens.”

-FAZ zu "Alice im Wunderland"